Indien

Logbuch einer Reise

Die Indienreise geht zu Ende – Fazit

  • February 28, 2012 16:48

Namaste liebe Leser zum letzten Mal :(

In knapp 8 std. holt uns ein Taxi zum Trivandrum-Flughafen ab. Morgen um 9h geht es dann hoffentlich nach Mumbai. Wir sind auf den Flug mit einer indischen Airline gespannt…

Die letzten Tage haben wir damit verbracht die letzten sonnigen Strandtage zu geniessen. Die Wellen hier sind der Hammer :) So gross und einfach nur geil. Haben uns wie in Kindertagen gefuehlt, nur im Wasser und keine Eltern, die einen auffordern rauszugehen :D DDDD

Dabei haben wir natuerlich mal wieder beobachtet wie eine Streitschlichtung auf indisch funktioniert. Eine Obstverkaeuferin hatte mit dem Schrimverleiher eine Auseinadersetzung und da flogen die Haende, die Gesten wurden sehr sehr bedrohlich….Ein Strandpolizist musste sich einmischen und hat den Schrimverleiher erst einmal geohrfeigt, dann kamen von ueberall 20 Inder, die auf den Verleiher eingeredet haben. Zum Schluss sassen alle auf seiner Liege und lachten. Ist das nicht ne Streitschlichtung??? sehr amuesant auf jeden Fall

Danach wollten wir ne Runde im Meer schwimmen und da die Stroemung zu stark war, wurden wir sooo weit rausgetrieben, dass der Life Guard am Strand uns hinauspfiff. Ich dachte wir schwimmen einfach zurueck und gut ist, doch Basti wurde von zwei fetten Wellen erfasst und hat keine Luft mehr bekommen :( (((( Innerhalb von 2 Min. schwammen 3 Rettungsschwimmer raus mit einem Rettungsring und waren in 5 sek. da, um den Basti wie in einem Film (Baywatch) zu retten.Gott sei dank!!!!!!! Am Strand angekommen, haben wir uns erst 100 mal bedankt. Nach ner Zeit kam einer der Rettungsschwimmer und meinte, dass wenn wir zufrieden mit dem Rettungservice sind, koennten wir eine Dankspende dalassen :) Also haben wir, weil wir so froh waren alles dagelassen was wir hatten, leider aber nur 200 Rs. (ca. 3 euro).

Die restlichen Tage haben wir zum letzten Mal einen Roller gemietet und am Sonntag einige Zeremonien in 2 Tempeln besichtigt. Mal wieder ein Erlebniss: Es gab viel Musik und Essen, dass auf der Strasse vor den Tempeln zubereitet wurde, viele Leute und eine nette Atmoshpaere…

Insgesamt war das die Reise ueberhaupt! Wir bereuen keinen einzigen Tag und kommen auf alle Faelle wieder nach Indien. Die Leute, auch wenn sie manchmal zu schwer vom Begriff sind, waren ALLE ausnahmslos freundlich, hilfsbereit und liebenswert. Egal ob im Bus, im Zug oder auf der Strasse alle halfen so gut sie konnten…halfen auch wenn sie nicht gefragt wurden. Unsere suchenden Blicke waren Grund genug fuer sie uns anzusprechen und ihre Hilfe anzubieten. Ebenfalls waren alle IMMER respektvoll und gingen mit uns sehr freundlich um, auch wenn wir die einzigen Europaeier waren. Manchmal ging es soweit, dass sie uns anfassen und fotografieren wollten, weil sie sehr neugierig sind und generell westliche Sachen anpassen wollen.

Man muss sich grundsaetzlich in einem fremden Land auf andere Standards einstellen, besonders was die Hygiene anbetrifft. Manchmal waren wir sooo schockiert von den Zimmern, die man uns gegen Geld anbot und haben immer weitergesucht, bis wir was anstaendiges hatten. Die Gerueche in Mumbai und anderen Grossstaedten werden wir nieeee vergessen. ABER so ist es nun mal, wenn Millionen auf einem Fleck wohnen und andere Vorstellungen haben. Man muss sich darauf einlassen und sehen, was sich draus machen laesst. 

Des Weiteren haben wir so langsam die Gelassenjeit der Inder uebernommen und sehen viele Sachen nun mit Humor. Es gibt keine einheitliche Uhrzeit hier und schon gar nicht so was wie Zuverlaessigkeit. Wenn man dies aber weiss, ist man ebenfalls frei zu kommen und zu gehen wie man will :D DD Keiner ist jemals sauer :) Erst in Indien haben wir gemerkt, wie sehr wir an der deutschen Puenktlichkeit haengen und alles persoenlich nehmen, wenns nicht laeuft. Nach einer Zeit jedoch, stellt man fest, dass die Inder keinerlei boese Absichten haben und einfach so sind :D Im Gegensatz zu vielen europaeischen Laendern wurden wir hier kein einziges Mal beklaut :)

Vor allem die indische Kultur ist sehr interessant. Man hat immer das Gefuehl, dass vieles rueckstaendig ist, betrachtet man aber all die kunstvollen Tempel und unterhaelt sich mit Leuten im Ashram, stellt man fest, dass die Inder zwar eine andere Sichtweise haben, sie jedoch nicht unbedingt ambivalent ist, sondern im Gegenteil sehr insperierend und ergaenzend zu unserer westlichen. Man muss bloss beides verbinden :D

Im grossen und Ganzen ist Indien auf jeden Fall eine Reise wert, schon allein wegen dem Wetter, dem Meer und dem kulturellen Aspekt. Es erwartet einen sehr viel, wenn man sich dann mal drauf einlaesst und wie alle anderen Bus, statt Taxi faehrt, scharf indisch isst, statt Continental-Food zu bestellen, sich nicht zu schade ist offen zu fragen und sich einfach mal dazuzustellen :) Es lohnt sich immer!!!!!!

Alle 10 Staedte, die wir gesehen haben, hatten ihre Vorzuege und Nachteile, doch mit einer guten Vorbereitung (Reisefuehrer oder Internet) konnte man vieles auf eigene Faust machen, ohne mit dem Touri-strom mitzuschwimmen. Es macht naemlich viel mehr Spass alleine auf sich gestellt unterwegs zu sein, als mit einer Guidefueherung. Man erlebt, ob man will oder nicht immer etwas…

In diesem Sinne danken wir allen, die den Blog verfolgt haben und nett kommentierten und kritisierten :D Vielen Dank fuer das Interesse!

Gigantische Gruesse zum letzten mal aus Indien! Feunde und Familie wir kommen JUPIHHHHHHH!!!!!!! :D DDDDD <3

 Inna & Basti

Es verbleiben nur noch 4 Tage…und der Ashrambesuch dauerte nur 1 Tag :(

  • February 24, 2012 18:12

Hallo liebe Lesergemeinschaft!

Die Reise neigt sich langsam dem Ende zu :( und wir geniessen die lezten Tage so gut es geht. Nichtsdestotrotz freuen wir uns riesig ALLE Freunde und Verwandte wiederzusehen…

Der Ashrambesuch war sehr spannend, nur etwas zu kurz. Als wir vor 2 Tagen hinfuhren , dachten wir, dass wir wenigstens 1-3 Tage dort leben duerfen. Bei der Ankunft stellte sich jedoch heraus, dass es aufgrund eines keralischen Festes keine freien Schlafplaetze mehr im Guesthouse gab und wir deshalb nicht ueber Nacht bleiben konnten. Da aber der Sivagiri-Ashram ein offener Ashram ist, darf da jeder rein und sich dort einen bzw. jedenTag lang aufhalten.

Gesagt-getan, wir haben und erst einmal alles angeschaut und verschiedene Zeremonien beobachtet sowie uns segnen lassen. Es gibt dort an die 5 kleinere Tempel, die jeweils eine andere Gottheit bzw. Guru verehren. Weiterhin gibt es ein grosses Guesthouse mit Gemeinschaftduschen- und toiletten, die alle sehr sehr schlicht sind. Das ist ja der Grundgedanke, dass man asketisch lebt und an verschiedenen Zeremonien und Veranstaltungen wie Massenyoga -oder Meditation und Heilfasten teilnimmt. Ueberall muss man immer die Schuhe ausziehen und sich mit gefalteten Haenden verneigen und den Fussboden beruehren. Natuerlich haben wir auch die Kantine aufgesucht und dort gefruehstueckt ;) D.h, jeder, da der Ashram offen ist, darf da rein und einfach umsonst essen. Es gab Reis mit Bohnen und einen heissen Kaffe dazu. Jeder muss sein Geschirr selbst abraeumen und abspuelen sowie die Tische wischen. Basti und ich haben nicht aufgegessen und alle schauten etwas sauer. Das war nicht so nett von uns, weil jeder das Esssen schaetzen soll. Bloss sind alle Portionen sooooooo riesig, dass nichts mehr reinging. Wir haben ja davor gefruehstueckt, da wir nicht wussten, wann eswas geben wird. Sehr bloed…

Als es dann von 13-16h eine Mittagspause gab, in der alle Tempel geschlossen werden, wurden wir von einem indischen Gelehrten angesprochen, der uns zu sich nach Hause einlud. Dieser unterrichtet wohl Philosophie in der eigens angebauten Ashram-schule. Also sind wir zu ihm hin. Er wohnte 10 Min. mit der Riksha vom Ashram entfernt in einem Waldstueck. So etwas kann einem auch nur in Indien passieren:), dass man einfach so von einem Fremden eingeladen wird. Dort angekommen, haben wir uns an die 2 Stunden mit ihm unterhalten. Er ist oft auch in Deutschland & Amerika unterwegs und kennt sich sehr gut aus. Es war sehr interessant, weil er soooo viele westliche Autoren und Philosophen kannte und uns ne Menge davon erzaehlt hat, auch wie er aus der indischen Sicht vieles sieht, sehr inspirierend….Er meint, dass man einfach seine negativen Gedanken in einer Meditation kontrollieren lernen kann und somit nur possitve Gedanken einen beherrschen koennen, die negative Ideen gar nicht mehr zulassen. Etwas zu einfach gedacht, aber wegen der Sprachbarriere haben wir es so verstanden :) )) Sehr symphatisch der Mann

Das Beste war, dass wir dann schon fast gehen wollten und er uns einfach anbot sich hinzulegen hahahahah Wir konnten nicht ablehnen und da hat er dann mal, obwohl wir verneinten uns was gekocht und eine Matte auf seiner Terrasse ausgebreitet mit einem Kopfkissen. Also haben Paul, Basti und ich 2 Stunden gechillt, dass sogar der Prof. eingeschlafen ist hahahahahah Bis ihn sein i Phone weckte :) Wie jeder Inder hatte auch er 2 Handys….

Abends gab es dann erneut eine Zeremonie mit vielen Gesaengen und Weihrauch …Wir blieben aber nicht lange.

Als wir dann eine Riksha nehmen wollten, redete der Fahrer natuerlich kein englisch und so haben wir einen Fahrtpreis von 100 Rs. vereinbart, dachten wir zumindest. Aufeinmal als wir da waren, wollte er 250 Rs. haben und war sehr sauer, als er merkte, dass wir drei nicht vorhatten es ihm zu geben. Wieder versammtelten sich 20 Inder um uns herum, die alle sehr interessiert zuschauten. Wir blieben bei dem ausgemachten Preis und der Fahrer musste leider sauer fahren :(

Wie es des oefteren vorgekommen ist, leiht sich unser Hausbesitzer schon mal unseren Roller aus und laesst es zu einer Gewohnheit werden. Wie selbstverstaendlich kommt er mittlerweile jeden Abend und will den Roller haben. Da er sehr nett ist und wir fast jeden Abend mit ihm sogar essen etc. ist das auch ok. Gestern kam er nun wieder und fragte nach meinem Handy, da seins kaputt sei. Ich dachte ok, soll er es mal einen Tag nutzen. Aber wir haben ja keine andere Uhr oder Wekcer dabei…Als er dann heute auch noch das Ladegeraet abholte, sprach ich ihn drauf an und meinte, dass ich das Handy auch irgendwann mal wieder braeuchte. Da fragte er, wann wir abreisen wuerden und versicherte, dass er es in 4 Tagen wiedergebe: Dont worry! ahahaha Wie geil, dass er noch nicht mal fragt bis wann er es haben darf, sondern einfach wie selbstverstaendlich annimmt, dass ich es nicht brauche. Ich sags Euch, wenn das weg ist, wirds lustig :)

Angeblich fahren wir morgen mit dem Hausbesitzer in einen Nationalpark mit Wasserfaellen….und einem Mittagessen bei ihm zu Hause. Da er aber immer noch nichts darueber gesagt hat, sind wir gespannt. Hier ticken die Uhren eben anders und die Versprechen werden schnell wieder vergessen oder hupshhh verschoben. Die Inder sind halt sehr unzuverlaessig….Wir hoffen das beste :)

Bis dahin viele Gruesse

Inna & Basti

Morgen sind wir in einem Ashram :)….Spannung

  • February 21, 2012 12:39

Hallo liebe treue Leser!

Da wir ja in unserem Haus, in dem wir bis zum 29.2 bleiben 2 sooo nette und interessante und erfahrene Indienhippies getroffen haben, sind wir ebenfalls auf die Idee gekommen in ein Ashram zu gehen und es sich zumindest mal anzuschauen…Wir sind sehr gespannt. Morgen wollen wir um 8h mit Paul (einem der Hippies) zusammen aufbrechen und um 9h dort sein. Es wird wohl eine geschlechtergetrennte Unterkunft geben, so dass ich in einem Frauenzimmer und Sebastian in einem Maennerzimmer schlafen werden. Paul kennt sich wohl sehr gut aus und hat uns schon einige Tipps gegeben. Man muss ja seine westliche Kleidung ablegen und darf komplett im indischen <Look> eintreten. Da habe ich in meinem Rucksack geguckt und zwar breite Hosen, die uebers Knie gehen gefunden, aber gar keine Oberteile, die weder keinen Ausschnitt noch schulterbedeckt sind. Es ist ja heiss hier und da habe ich nur Tanktops oder freizuegigere Sachen, die im Ashram zu westlich waeren. Meinen Sari wuerde ich aber sehr ungerne 3 Tage tragen. Also haben wir und coole leichte Baumwollhemden gekauft :)

Gestern ist Christoph, der Koch aus der Schweiz, nach Hause gefahren und hat uns nachdem er im Haus fuer alle leckeren Fisch zubereitete uns zu sich in seinen Gasthof in Luzern eingeladen. Wir kommen uns langsam wie in einer super netten WG vor, wo jeder jeden mag und man sich super austauschen kann plus zusammen gemeintlich gekocht wird. Und nicht zuletzt der gemeinsame Ashrambesuch :) )))

Wir waren eben in der Stadt und wollten Geld ziehen, doch keiner der 10 Automaten funktionierte und wir bekamen den Schock ueberhaupt. Wir waren uns soooooo sicher, dass wir 100 % noch Geld auf der Karte haben und abheben koennen. Doch als der 5. te Automat nicht ging, dachten wir, dass die letzten 8 Tage allein Reisteller unsere Mahlzeiten sein werden :) )) Es hat sich rausgestellt, dass einige MasterCard nicht annahmen und die restlichen einfach kein Geld hatten, bis wir die 11 Bank gefunden hatten, die beides tat :) puhhhhhh

In Indien scheint das moeglich zu sein, dass ALLE Banken gleichzeitig leer sind. Ebenso wie wir einen Internetstick holen wollten, damit wir ueberall Internetzugang haben. Dieser Stick kostet 200 Rs. (3 euro) und ist 30 Tage gueltig. Man kann kann ueberall surfen. Jeder Laden in der Stadt macht Werbung dafuer, doch KEINER hat den Stick. Das ist doch echt aergerlich. Die gleiche Mentalitaet begegenet einem auch in Supermaerkten. Wir kauften vor 2 Tagen ein und es gab weder nen Korb, noch Tueten, wo man Lebensmittel reintun konnte. Der Fliessband ist ein Schreibtisch, der mit allem vollgestellt ist, so dass der Kunde bloss keinen Platz fuer seine Sachen hat. Als Kasse dient eine Schublade, in der das Geld einfach so rumfliegt und keiner einen Ueberblick hat. Wenn man gerade bedient wird, kommt einfach ein anderer Inder dazu und der Kassierer bedient 2 Minuten den Inder zuerst, dann 2 Minuten uns und dann wieder den Inder. Alles dauert dann an die 15 Min. und dann kommt noch das Rechnen hahahahah Der Geschaeftssinn laesst echt zu wuenschen uebrig :) ))))

Ansonsten hat uns unser Hausbesitzer angeboten mit ihm in eine 40 km entfernte Stadt zu fahren, wo es endlich die Wasserfaelle gibt, die ich sooooooooooooooooo sehr sehen wollte. Sind wir mal gespannt…

Der Ashram ruft…wir werden alles erzaehlen, wenn wir in ein paar Tagen wieder da sind!

Sonnige Gruesse 

Inna & Basti

Frueher oder spaeter musste es ja so kommen – Rollerreparatur :D

  • February 16, 2012 10:20

Namaste liebe Leser!

Wir sind nun schon mehr als 2,5 Monate hier und haben mit dem Rollermieten und fahren fast immer gute Erfahrungen gemacht. Doch als wir vor 2 Tagen einen Schrottroller ausliehen, haetten wir ahnen muessen, dass er nicht lange lebt. Am ersten Tag ist uns ein Inder aus seiner Einfahrt zu schnell in die Seite reingefahren. Es ist nichts passiert, ausser einer kleinen Delle, die sich neben den anderen 100 nicht sonderlich bemerkbar macht…Als wir dann gestern unterwegs waren, sind wir ueber ein Schlagloch gefahren und unser Auspuff ist an der einen Seite in seiner Schraube gebrochen und hing runter. Das Geraeusch danach aehnelte einem Traktor und sah sehr schlimm aus. Wir sind dann zu einer Reparaturwerkstatt gefahren und haben den Schaden schaetzen lassen. Der Mann meinte, es wuerde 3000 Rs. (50 euro) kosten und 2 Tage dauern :( ((( verdammt…..

Wir sind dann erstmal zu unserem Hostelbesitzer gefahren, um uns mit ihm zu beraten und er war so nett mit zur Werkstatt zu kommen und alles mit dem Rollervermieter zu klaeren, der ohne dass wir da waren schon bescheid wusste….die Werkstatt hat ihn angerufen. So klein ist hier Varkala…. Jetzt muessen wir 2500 Rs. bezahlen….Der Roller war auch so schon sehr mitgenommen (Beulen ueberall, Sitze verrissen etc.) und hatte bereits 47000 km (einmal um die Welt) gelaufen. Es war soooo klar, dass der Auspuff nicht von einem einzigen Schlagloch kaputt gehen kann, zumal Indien voll von solchen ist. Egal, gut nur, dass es auch nette Inder gibt, die helfen :)

Waehrend ich gestern auf Sebastian und den Hostelbesitzer gewartet habe, die aus der Werkstatt kommen sollten, habe ich 2 sehr interessante Altyogis aus unserem Haus getroffen, die seit 20 Jahren regelmaessig nach Indien kommen und viel erzaehlen konnten.

Christopher (50 J.) und Paul (60 J.) sind Gastronome aus der Schweiz, der neben Ayurvedatherapien noch vegerarischen Kochkursen auch Ashrambesuche machen…Sie meinten, dass sie vor kurzem bei einer sehr bekannten Swami ( Lehrerin-geistige Fuerherin): Amar in ihrem Ashram waren und sehr enttaeuscht wurden, weil jeden Tag an die 30-60 Touristenyogis kommen, die in einer Massenabfertigungsprozedur irgendwie meditieren etc. Die Atmosphaere waere aber nicht mehr die gleiche, wie vor Jahren. Es sind wohl zu viele Leute, die auch Laptops und Handys in den Ashram nehmen und man dadurch gar keine Ruhe mehr zum Meditieren hat. Auch muessten sie mit 5-6 Mann in einem Zimmer schlafen und dieser Trend zum Yoga haette nichts mehr mit der Ursprungsform zu tun….Es war sehr interessant sie alles zu fragen, wie es damals war und heute und wie sie ihre Ashrams aussuchen, in die sie gehen. Anscheinend kennen sie sich soo gut aus, dass es immer muendlich weitergesagt wird, wenn man vor Ort ist, welche Ashrams die richtg guten traditionellen Formen anbieten.

Ansonsten haben wir mal wieder gekocht und die Frau, die immer in der Kueche ist und leider kein englisch spricht, hat uns ihren Namen verraten: Diba, und uns ihr Essen probieren lassen: Haenchen in Masala und Reis. Es war soooooooooooo scharf, dass einem schlecht wurde, aber wir meinten, dass es sehr gut schmekt und haben ihr im Gegenzug unsere Nudeln mit Tomatensauce angeboten. Aber sie wollte nicht, ebenso wenig die angebotene Wassermelone :( ((( vielleicht darf sie nichts von uns annehmen, weil wir Auslaender und damit gleichbedeutend mit den Unberuehrbaren sind, man weiss es nicht, sie kann ja kein englisch hahahahah

Wie angekuendigt waren wir auch vor 3 Tagen in Trivandrum…Zum ersten mal in 3 Monaten haben wir einen Bus mit einer Elektronischen Anzeigetaffel, Klimaanlage und gepolsterten Sitzen genommen, wo die Tuer automatisch schliesst und nicht mit einem Seil wie sonst fixiert wird. Der Bus aehnelte ASEAG-Bussen und kam uns wie ein Riesenluxusgefaehrt vor. Da ist die Vorfreude auf deutsche Transportmittel unbeschreiblich gross….

Natuerlich lief die Klimaanlage auf volle Pulle und man begann zu frieren. Die Inder uebertreiben es aber auch mit den Klimaanlagen….Die Fahrt dauerte 2 std.. In jedem Bus gibt es einen Fahrer und einen Fahrkartenkontrolleur, der die Tickets verkauft und einen netterweise an der richtigen Haltestelle aussteigen laesst, da es ja keine Ansagen gibt und auch keine offiziellen Haltestellen. (ahenlich wie ein tuerkischer Dolmusch oder eine ukrainische Marschrutka). Die Stadt an sich war sehr nett. Da es aber Sonntag war, hatten viele Geschaefte zu und wir sind einfach mal spazieren und essen gegangen. Im Restaurant ist uns aufgefallen, dass die Inder sich noch nicht mal untereinander auf englisch verstehen. Da bestellte ein Opa sein Essen beim Kellner und dieser musste 3 Mal nachfragen, was er denn will. Selbst wir haben nach dem 2.ten  Mal begriffen, was er moechte, weil wir ja immer sehr konzentriert hoeren muessen, was die Inder auf englisch sagen, nur der Kellner eben nicht….hahahahh

Spaeter sind wir in eine Bar rein und wollten ein Bierchen trinken. Hier in Kerala ist der Alkoholausschank nur bei einer gueltigen Lizenz moeglich. Da sie aber keiner hier zu haben scheint, bieten alle Bier an und verstecken die Flaschen in Zeitungspapier unter dem Tisch der Kunden. Man bekommt auch das Bier nicht in einem Glas, sondern in einen Kaffebecher, damit es ganz unauffaellig ist, wenn die Polizei kommt. hahahahah In der Bar haengen natuerlich nur Maenner rum und gucken immer ganz erstaunt, wenn Basti und ich da reingehen. Sehr unangenehm auf jeden Fall. Man kommt sich vor, als ob man ein Verbrechen begeht….

Es sind also nur noch 13 Tage gebleiben, die wir nun dazu nutzen zum letzen Mal zum Starnd zu gehen und die Althippies auszufragen, sowie Volleyball  mit anderen Touris zu spielen :D DDDD

Fortsetzung folgt….

Viele Gruesse

Inna & Basti

Flugtickets sind gebucht und n Sari ist gekauft :)

  • February 11, 2012 09:58

Hallo liebe Leser!

Wir sind vor wenigen Tagen in Varkala angekommen und werden hier wohl bis zum 29.2 vorerst bleiben. Diese Stadt befindet sich ganz im Süden von Indien und ähnelt Mandrem sehr. Es ist wieder ein kleines Dorf mit vielen kleinen Städtchen drum herum und einer schönen Küste genau an den steilen Klippen. Oben ist eine kleine Promenade mit Restaurants und Cafes und unten ist der Strand mit soooo wahnsinnig grossen Wellen, dass seit Tagen teilweise rote Flaggen wehen, die es einem verbieten ins Wasser zu gehen.

Ansonsten haben wir ein kleines Hotel gefunden und nen guten Preis ausgehandelt fuer die letzten Wochen hier. Damit wir nun am 1.3 von Mumbai nach Hause fliegen können, haben wir direkt am nächten Tag nen Flug von Trivandrum (1 std. von Varkala entfernt) für 70 euro p.P. gebucht und müssen keine 3 Schlafbusse nehmen, um zurückzukommen. Der Flug ist am 29.2 um 9.00h, sodass wir um 11:30 h in Mumbai  sind und BLOSS 14 std. auf den Nachhauseflug warten müssen, der um 4h geht. Müssen mal schauen,was wir die Stunden dazwischen machen. Hotel ist ja soooo teuer in Mumbai…Goethe-Institut vielleicht :D

Waren gestern wie immer mit dem Roller unterwegs und haben die nächst größte Stadt gesehen…ist ganz nett, aber wie jede indische Grossstadt hecktisch und laut. Dort gab es einen kleinen Laden, wo ich mir endlich einen Sari gekauft habe….JUHU

Die Verkäuferin war sehr nett und hat mir ALLE Saris ausgelegt, die sie hatte. Ich habe mich für einen Rot-Orange-Farbenen entschieden, sehr elegant und aus einem schönen Stoff für 7 euro . Natürlich musste sie mir diesen binden und es ist soooooo kompliziert. Es gibt wohl 100te Arten der Saribindung, aber die einfachste haben wir uns gemerkt ;) und sofort zu Hause ausprobiert. Unter einen Sari zieht man immer einen Unterrock an, der aus harten Leinen und sehr steif ist. Darin werden nun alle Enden vom Sari reingestopft, je nach Belieben. Die Verkäuferin hat ihn mir sooo eng geschnürt, dass ich kaum laufen konnte. Ich weiss nicht, ob alle ihn so tragen. Ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig….

Als wir im Geschäft drin waren, hat sich das im Dorf rumgesprochen und alle kamen vorbei und guckten wie wir ihn anzogen (über meinen Klamotten) und haben alle  geschaut, was wir für einen ausgesucht haben. Die Inder sind immer so neugierig…

In unserem Hotel haben wir ne Küche, die eigentlich dem Besitzer gehört. Diese dürfen wir aber mitbenutzen. Wir haben uns soooo gefreut, dass wir gestern Kartoffeln mit Kefir und Tomaten-Zwiebelsalat gemacht haben. Endlich mal was heimisches. Das blöde ist aber, dass wir die einzigen sind, die was kochen und die Frau vom Besitzer findet es glauben wir nicht gut, das wir ihre Küche verwenden. Es gibt ausser 2 Töpfen, 2 Gabeln, 2 Löffeln und 2 Tellern nichts mehr. Also, wenn wir kochen wollen, müssen wir warten bis sie fertig ist und umgekehrt. Zum Spülen gibt es auch kein Schwämmchen oder Spülmittel. Alles wird einfach unter Wasser gehalten und so gewaschen. Als wir abspülen wollten, meinte die Frau, lasst es, ich mach das und hat ganz böse geguckt.hahahahaha Jetzt wissen wir nicht, ob wir weiter kochen sollen oder nicht…

Morgen wollen wir nach Trivandrum fahren und sehen, was es dort so gibt. Es ist eine Grossstadt, wo sich auch der Flughafen befindet. Ansonsten gibt es am Sonntag hier ein Riesenfestival bei uns, wo Tänze und Theaterstücke gezeigt werden. Wir halten Euch auf dem Laufenden…..

LG Inna & Sebastian <3

 

Lange nichts mehr geschrieben: Mangalore, Kochi und Allappey

  • February 5, 2012 09:49

Hallo liebe Leser!

Wir haben uns lange nicht mehr gemeldet….Das lag hauptsaechlich daran, dass wir viel unterwegs waren und nicht ueberall Internet hatten.

Wir haben nun 3 Schlafbusfahren hinter uns und haben festgestellt, dass das eine gute Moeglichkeit ist zu reisen. Man startet um 20h abends, kann die ganze Nacht schlafen und kommt um 7h in einer anderen Stadt an. Da wir immer eine Liegemoeglichkeit hatten, war es sogar sehr angenehm :)

Mangalore ist eine grosse Stadt mit viel Verkehr, Geschaeften und Laerm gewesen. Man konnte nichts besichtigen und wirklich interessant war da auch nichts. Wenn man aber was einkaufen moechte, ist diese Stadt perfekt. Man kriegt hier alles, was man moechte. Gut, dass wir ein schoenes Hotel: Moti-Mahal mit Pool und Fitnessraum gefunden hatten, wo wir 3 Tage blieben. Am zweiten Tag fand in diesem Hotel eine halb indische und halb europaeische Hochzeit statt. Eine Inderin hat einen Englaender geheiratet und wir haben vom Balkon zugeschaut, wie die 100 Gaeste feiern. Es war sehr unterhaltsam auch wenn nicht viel anders, als eine deutsche Hochzeit. Zwar hatte die Braut einen roten Sari und traditionellen Schmuck an wie der Braeutigam auch, doch es wurden ebenfalls Spiele gespielt und indisch gesungen. Erstaunlicherweise wurde wenig getanzt und die Party endete um 23h. Naja….

Danach ging es weiter nach Kochi, einer aus 4 Halbinseln bestehenden Stadt: Ernakulam, Fort Kochin, Vypeen und Mattecherry, die alle ueber eine Faehre fuer 2-5 Rs. (ca. 5 cent) erreicht werden koennten. Wir wohnten in Ernakulam, dem groessten Teil der Stadt. Hier waren sehr viele Geschaefte und Restaurants. Hier haben wir am 2.ten Tag eine Backwatertour gemacht, die 7 Stunden dauerte. Es ging mit einem Bus los, der uns zu den kleinen Suess-Wasserstrassen ausserhalb der Stadt brachte, die wir dann mit einem kleinen Boot befuhren. Diese Wasserstrassen schlaengeln sich durch kleine Doerfer, wo Leute nur mit einem Boot hin koennen. Wir wurden zu einer kleinen Palmenplantage gefahren, wo Palmenwein hergestellt wird. Dort hat der Fuehrer uns viele Pflanzen gezeigt und erzaehlt, welche fuer was gut sind. Hier ein paar Geheimtipps :) : Weisser Pfeffer ist gut gegen Blaehungen (gas problems hahah), ein paar mg. Muskatnuss gegen Schlafstoerungen (aber Vorsicht, ein bisschen zu viel ist toedlich), Hibiskus-Bluete als Krebsvorsorge und zum Spuelen der Haare, jeweils 1/3 Aloe Vera, Cherry, Honig in einem Glas sind krebsvorbeugend und immunsystemstaerkend…..etc.

Im Anschluss ging es weiter durch die Wasserstrassen zu den Dorfbewohnern, wo man super leckeren Tee trinken, die Natur bewundern und andere Touris kennenlernen konnte. Die Tour hat sich wirklich gelohnt….

Am anderen Tag waren wir in Fort Kochin. Das hat uns mit Abstand am besten gefallen….Es war dort traumhaft schoen…wie in einem kleinen Dorf, wo kleine Cafes nebeneinander stehen und kleine Gassen mit indischen Geschaeften sind. Wir haben uns dort Fahrraeder gemietet und sind 5 Stunden durch die Stadt gefahren. Haben grosse chinesische Fischernetze gesehen, die aufgespannt ins Meer reingelassen und wieder hochgezogen werden mit viel Fisch drin….Ansonsten gab es dort viele Kirchen, historische Gebaeude und einen Schlangenbeschwoerer, der uns 3 seiner Schlangen sehen und fotografieren liess. Eine hat ihn an der Hand gebissen, er blutete aber nicht. Den Schlangen werden die Zaehne gezogen, so dass sie ungiftig und somit ungefaehrlich sind, gut zu wissen

Am Tag darauf fuhren wir nach Vypeen, dort sollte es einen weissen Strand geben. Wir sind dort mit einer Faehre hin und mussten von dort nochmal 40 min. mit dem Bus fahren, um dann nochmal 15 min. zu Fuss zum Strand zu gehen. Im Gegensatz zu Goa, ist Kerala nicht so aufgeschlossen, was sonnenbaden im Bikini angeht. Wir haben uns am Strand in Badesachen hingelegt und es kamen andauernd Inder, die mich oder Basti begafft haben. Die kamen von Weitem und drehten direkt um, sobald sie uns gesehen haben. Sie konnten nicht glauben, dass da Leute halbnackt liegen. Alle wollten sich wieder mit uns unterhalten und unsere Namen wissen. Das nervt langsam….Dann gab Basti ihnen seine Pepsi, weil sie drum gebeten haben und alle stuerzten sich auf die Flasche, als ob sie aus Gold waere hahahahah 10 Leute haben dran getrunken, man oh man

Dann wollte ich meine Handykarte aufladen und bin in einen Laden rein. Hier ist es ja so, man geht in ein Internetcafe und laesst den Besitzer den gewuenschten Betrag per Telefonanruf auf sein Handy laden. Ich also hin und dort sass ne Frau, die meinte, dass meine Karte vllt in Kerala nicht funktioniert, weil ich sie in Goa gekauft habe. Deshalb wuerde sie gerne erstmal probeweise nur 100, statt wie ich wollte 500 Rs. laden, um zu gucken, ob es funktioniert. Gesagt, getan…100 Rs. waren nach 1 MIn. drauf. Dann meinte ich, jetzt einfach 400 Rs. und jut ist. Sie meinte dann, das geht nicht und sie muesste jetzt 4 mal 100 Rs. laden. Hallo………………………, die Inder sind soooo doof, was rechnen angeht…Unser Besitzer hat unsere Miete auch so gerechnet. Nicht 500 Rs. mal die Naechte, die wir bleiben, sondern 500 + 500+ 500+500….Die Inder scheinen das Multiplizieren nicht zu kennen. Und wir dachten, wir sind Nieten in Mathe. Ich meinte zur Frau, laden Sie doch einfach 400 Rs. aufeinmal, und sie meinte: nee, 100+100+100+100 waere besser. BOahhhhh Ich habe bisher 5 mal mein Handy aufgeladen und weiss, dass JEDER beliebige Betrag aufladbar istr, selbst 30 Rs. und das AUF EINMAL, die Inder halt :)

Ein anderes Phaenomen scheint neuerdings das Essen fuer Sebastian zu sein. Ohne Witz, jedes Mal, wenn wir jetzt essen waren, hat er das bestellt, was auf der Karte stand und jedes Mal kam der Kellner nach 10 min. und meinte, sie haben das heute nicht da. Basti ist dann sooo sauer, dass er nichts mehr bestellt oder nur noch Burger, was IMMER da ist. Das ist uns wirklich an die 10 Mal hintereinander passiert, so dass wenn wir bestellen, wir 10 min, warten und tatsaechlich kommt der Kellner mit der Hiobsbotschaft, das nervt sooo sehr und immer passiert es ihm…..

Gestern sind wir in Allapey angekommen. Es soll das Venedig von Indien sein, mit Kanaelen und Booten. Nun sieht es aber nicht soooo cool aus wie gedacht, mit 2 Flusschen, aber immer noch interessant.

Nach 1,5 std. Busfahrt mit 5 Indern auf einem 2 Mannsitz und dem Rucksack auf den Knien, haben wir eine Rikscha genommen, die 20 Rs. kosten und uns zur Palmy Residency bringen sollte. Als da nichts frei war, wollten wir zu Spings Inn, der Fahrer kannte dieses Hotel nicht und hat jemanden angerufen, der ihm ne Falsche Info gab. Wir halten ihm unser Buch unter die Nase, wo auf der Karte das Hotel verzeichnet ist und der faehrt trotzdem in die falsche Richtung, aus dem Dorf raus. AHHHHHH Warum sind die INder nur sooo bescheuert?????Wir wussten, wo wir hinmeussen und der meint, nee in die Richtung, die natuerlich falsch ist. Basti flippt aus und meint, wir bezahlen die lange Fahrt nicht extra. Der Inder bekommt Angst und entschuldigt sich so sehr, dass wir ihm zum Schluss mehr als das doppelte bezahlen, weil er uns 1 std. rumfuhr ohne eine Ahnung….Darauf muss man sich aber in Indien einstellen, wir muessen es gelassen sehen. Wie schoen ist die Ordnung in Deutschland…..:)

Morgen wollen wir zu unserer letzten Station: Varkala, Strand, Sonne, Meer. Von dort geht es dann wahrscheinlich mit dem Flieger nach Mumbai oder halt mit 5 Nachtschlafbussen, je nachdem, was verfuegbar ist. Wir sind sooo weit in den Sueden gereist, dass der Rueckweg LANG wird. Aber egal, wie schaffen das, Tschaka….

LG Inna & Basti

 

Hampi ist der Hammer

  • January 26, 2012 16:45

Namaste liebe Leser,

die Fahrt nach Hampi war mal wieder typisch indisch :) Wir starteten am Montag um 19.30h vom Busbahnhof in Gokarna und kamen mit dem oeffentlichen Bus nach Ankola, wo der Schafbus nach Hampi fuhr. Wir waren viel zu fruh da und haben uns mir anderen Leuten zusammengesetzt und viel gequatscht, wer wo hinfaehrt und wo wer herkommt. Allgemeine Tipps austauschen. Es kamen andauernd Busse angefahren, die alle nach Hampi fuhren, doch einer anderen Busgesellschaft angehoerten. Die Leute, die wir kennenlernten, reisten auch mit Paulo Travels. Unsere Tickets sahen aber alle verschieden aus. Da dachten wir uns noch nichts und warteten fleissig.

Als der Bus dann 1,5 std. zu spaet um 0.30h ankam, war erstmal kein Platz fuer Gepaeck und das beste ist, dass unsere Namen NICHT auf der Busreiseliste standen. AHHHHH

Wir haben uns fast wieder in die Hose gemacht, weil der Verkaeufer der Tickets nicht unbedingt serioes wirkte und iwr mitten in der Nacht in einem Kaff waren…Super unsere Sitznummer gab es aber und da wir statt Zimmer oder Nawrath auf der Liste ADOLF hiessen und uns nicht ausweisen konnten, verzoegerte sich die Fahrt. Da wir aber in Indien sind und sie das eh nicht so streng nehmen, durften wir unnter ADOLF einsteigen, mitfahren und hoffen, dass keiner mehr einsteigt, der Adolf heisst :)

Natuerlich sollten wir unser Gepaeck, wie alle anderen in den Flur stellen, so dass im Notfall keiner vorbeikonnte :) Spaeter ging ein Mitarbeiter rum und sammlete von jedem 10 Rs. fuer den Service ein. Das muss man sich mal in Deutschland vorstellen. Erstmal zu spaet kommen, falsche Namen auffuehren und dann kein Plazt fuer Gepaeck haben und noch Geld dafuer verlangen….Die lustigen Inder

Hampi an sich ist eine sehr sehr coole kleine Ruinenstadt. Hier gibt es 10000 Tempel, die nah bei einander liegen und besichtigt werden koennen. Wir haben als erstes den Affentempel besichtigt und mussten dafuer 1000 Treppen auf einen Berg hinaussteigen. Dort haben die Inder eine Zeremonie abgehalten und uns gesegnet. Affen gab es auch ne Menge. Fotos folgen in Facebook. Man kann in jeden Tempel einfach so rein und schauen. Aber bei der Riesenmenge ist es unmoeglich alle zu schaffen. Ausserdem liegen ueberall riesengrosse Steine herum, die so ueber Jahre geformt wurden. Deswegen ist diese Stadt zum Weltkulturerbe ernannt worden und das zurecht. Der Aufenthalt hier hat sich wirklich gelohnt….Wir haben mal wieder nen Roller gemietet, der immer wieder ausging und lange nicht anging. Wir waren sogar bei einer Werkstatt und haben ihn fuer 50 cent reparieren lassen. Doch er funktionierte immer noch nicht jedesmal, so dass wir zum Vermieter gingen und meinten, wir wollen nen neuen Roller, selbst die Werksatt hat gesagt, er ist so kaputt, dass man ihn ruhig in den Stadtfluss werfen sollte. Die Inder haben natuerlich alles falsch verstanden und kamen mit 20 Leuten, um uns zu ueberreden, dass wir ihn nicht in den Fluss schmeissen..hahahahhaha Die dachten wir hatten das vor, obwohl wir die Werkstatt zitiert haben. Ein super geiles Missverstaendnis..hahahah

Gestern haben wir gelernt, dass es gar keinen Alkohol in Hampi gibt und er strengstens verboten ist. Da wir immer mit dem Roller rumfahren, waren wir in einer Stadt, die ihn erlaubt und haben dort ohne zu ueberlegen 2 Bier gekauft. Als wir dann in unser Hotel gingen, kam unsere Vermieterin hysterisch angelaufen und meinte: NO ALCOHOL HERE. Es sei verboten und die Polizei kontrolliere immer. Wir sollen ausziehen, wenn wir nicht sofort die 2 Bier wegschuetten. Wussten wir natuerlich nicht und haben es weggeschmissen. Hampi sei eine heilige Stadt und hier ist es nicht erlaubt. Wie krass, es war Bier, kein harter Alkohol und wir haben uns schon gewundert, warum kein Restaurant das anbietet.

Morgen geht es 11 std. nach Mangalore mit einem Schlafbus. Wollten dort 2-3 Tage bleiben und dann nach Kochi fahren….

Gute Nacht und viele Gruesse

Inna & Basti

 

 

Alptraum Gokarna-nicht zu empfehlen

  • January 23, 2012 08:49

Hallo liebe Leser!

Unsere Reise in Gorakna neigt sich dem Ende, doch der Schock sitzt immer noch tief :) Als wir vor 3 Tagen nach Gokarna aufbrachen, dachten wir dies wird eine weitere schoene Stadt am Strand….Aber falsch gedacht….

Nachdem wir am Freitag aus dem coolen Nationalpark ausgezogen sind, gingen wir direkt zum Bahnhof Canacona (Chaudi) und nahmen mit ca. 100 anderen Touris den Zug nach Gokarna. Fast haetten wir wieder einmal die Haltestelle verpasst :) . Der Zug war mal wieder tierisch voll und roch diesmal auch viel krasser. 10000 Inder auf 3 Sitzen und wir im Gang 1,5 std.

Als wir dann am Bahnhof ankamen, haben uns 4 Leute angequatscht, ob wir nicht mit ihnen ein Taxi zum Kudle Beach teilen wollen, weil es ein Grossraumtaxi war. Auf diese Weise kommt man sehr schnell ins Gespraech, wenn es einer Zweckgemeinschaft bedarf :) Wir stiegen ein ohne gross zu ueberlegen. Kannten diesen Strand nicht wirklich. Die Leute, die mit uns fuhren waren sehr nett und kamen aus England und Schottland. Ein aelteres Paar (Frau im 3.ten Monat schwanger), ein Hippie-Opa und ein Maedl um die 18 Jahre. Die Fahrt dauerte ca. 30 min. und sah nur nach Streppe aus. Keine Geschaefte, keine Baeume, gar nichts schoenes.

Am Kudle Beach angekommen, stroemten alle Touris in die Strandhuetten und wollten alle eine haben, weil hier keiner vorbucht. Wir auch nicht. Wer als erster kommt, bekommt die Unterkunft. Wir also mit dem Rucksack durch den heissen Sand ueberall nachgefragt, doch NICHTS war frei, ausser ein Hotel fuer 1200 Rs. ca 17 euro die Nacht oder Strandhuetten fuer 200 Rs.

Wir natuerlich die guenstige Option gewaehlt, 200 Rs. ist undschlagbar, doch dann sahen wir die Huetten: Eine schuhkarton-grosse Huette aus getrockneten Palmenblaettern einfach in den Sand gestellt ohne Fussboden (der Sand war unser Fussboden), eine Knastpritsche mit Minimatraze und einem Moskitonetz voller Loecher, die mit benutzten Taschentuechern gestopft wurden. Ein Colakasten als Stuhl und gleichzeitig Tisch, Ameisen im Sand und Bierflaschen vom Vorgaenger…..Gemeinschaftstoiletten im Hockklo-stil und Duschen wir im Gefaengnis, wo noch die Unterhosen vom Personal haengen…..BAHHHHHH So ekelhaft muss es doch nicht sein. Da zahlt man doch lieber drauf. Wir hatten keine Wahl und schliefen dort ne Nacht. Ich war einfach nur geschockt, weil ich nicht in dieser Huette meinen Geburtstag feiern wollte…

Am naechsten Tag haben wir unsere Sachen gepackt und sind ins teuere Hotel gezogen…Viel besser, nach so ner Nacht ist einem alles recht.

Am Samstag haben wir dann endlich Gokarna Stadt besichtigt. Eine sehr kleine, aber nette Stadt mit vielen Tempeln und Verkaeufern…Haben dort in einem indischen Restaurant gegessen, wo ein Gericht 25 Rs. kostet (ca. 0,3 cent) und aus Fladenbrot und Linseneintopf besteht. Alle Inder haben das bestellt und ich glaube, dass das das einzige Gericht ist fuer den Tag. ES waren meist indische Arbeiter dort, alles war ueberfuehlt und wir sassen mit 2 Indern am Tisch. Alle starrten uns an und der Kellner fragte, ob wir uns wegsetzen wollen, wir wollten aber nicht. Dann mussten wir unsere Bestellung selbst aufschreiben, weil der Kellner glaub ich nicht schreiben konnte, er gab die Bestellung direkt in die Kueche….Das Essen was lecker und sehr billig und die Stimmung sehr einheimisch und lustig. Wir waren mal wieder die Attraktion :) ))

An meinem Geburtstag sind wir dann zum Om Beach gegangen und haben dort gebadet und uns gesonnt…Basti schenkte hat mir eine Bananenfahrt in einem Zweier-Sitz geschenkt. Ein Motorboot zog uns hinter sich und fuhr extra schnell und schief, damit wir mit voller Kraft hinfielen. Hat sehr viel Spass gemacht, aber nur 5 min gedauert :( ((( An diesem Tag hatten alle Inder frei (Sonntag) und waren auch am Strand. Natuerlich mussten wir wieder Fotos machen mit ALLEN: Hello Miss, please one Photo, and Sir please you too…Sehr lutig. Ein Inder fragte mich, ob meine Haare echt seien, weil sie wie Gold aussehen hahahahah (wenn der wuesste, dass ich sie auch nur faerbe :)

Dann ging es zu unserem Strand, Sonnenuntergang gucken uns spaeter ins Restaurant anstossen und feiern.

Heute abend geht es nach Hampi um 23h. Wir fahren mit einem Sleeper Bus 7 std. ueber Nacht, muessen aber noch erstamal nach Ankola, eine Stadt in der der Bus nach Hampi haelt…..Werden Euch von der Fahrt berichten :)

Bis bald Inna & Sebastian

Die Inder sind einfach nur sooo cool

  • January 19, 2012 08:28

Hallo liebe Freunde!

Gestern haben wir Palolem verlassen und sind in den Nationalpark Contigao Wildlife Sanctuary gezogen. Der ist ca. 9km von Palolem entfernt. Da wir noch einen Roller bis Freitag haben, sind wir auf die Idee gekommen die 9km mit 2 vollen Rucksaecken, 2 Handtaschen und 3 Plastkbeuteln auf dem Roller zurueckzulegen. Die Inder transportieren ihre Sachen immer so, wie die Busfahrt schon zeigte :) Die Inder sind Meister im Transportieren von vielen und schweren Sachen auf dem Roller :)

Nach 45 min. in unbequemster Sitzhaltung und anschliessenden Rueckenschmerzen waren wir am Ziel. Einem kleinen Wohnkomplex mitten im Nationalpark. Dieser heisst Cold Spring und ist sehr sehr empfehlenswert. Wir haben die kleinen Haeuser schon vor ein paar Tagen entdeckt und als wir dort essen waren, hat uns die Besitzerin eingeladen 2 Tage zu bleiben. Dort befindet sich ein Restaurant, eine Bar, 2 Haeuschen und 5 Huetten. Es sieht aus wie auf einem indischen Bauenhof, mit Hunden (Welpen), Katzen, Schweinen und Huehnern….Sehr sehr nett. Man fuehlt sich so, als ob man bei ihnen zu Besuch wohnt. Alles sehr familiaer…und klein.

Also haben wir unsere Taschen abgestellt und sind mit dem Roller zu den Wasserfaellen gefahren, die aber leider ausgetrocknet sind :( Doch das Gefuehl auf dem Roller durch den Dschungel zu fahren ist trotzdem super gewesen. Auf dem Weg dahin, sassen 10 Affen auf der Strasse und spielten, sind dann schnell hochgeklettert, als wir kamen. Wir konnten sie aber trotzdem gut beobachten. Diese waren eher klein, aber so menschlich….und flott

Dann ging es nach Hause und wir haben echt lecker und typisch indisch gegessen: Dal Fry (scharfer Linsenbrei) + Reis sowie Veg. Noodles (vegetarische Nudeln mit geduenstetem Gemuese). Die Besitzerin hat uns immer erzaehlt, dass wir in der Daemmerung grosse Tiere sehen koennten, also hat sie und mit ihren 3 Kindern und 3 Hunden auf die Reisfelder gefuehrt und uns Voegel (Kolibris etc.) gezeigt weswegen anscheinend sooo viele Besucher kommen. Sie selbst war glaub ich mehr begeistert als wir :) Voegel halt….

Das war wie so ein richtiger Familienausflug auf indisch. Dann haben wir ihren Garten und all die Baeume gesehen, aus denen sie frische Biosaefte machen (Mango, Bananen, Aepfel, Orangen). War sehr interessant….Die Kinder wollten die ganze Zeit neben und laufen und mit und sprechen. Haben auch jeden Unsinn mit den Hunden gemacht, damit wir lachen. sooo suesss

Abends haben wir ne Feuerstelle an unserem Haus gesehen und fragten, ob wir nicht auch selbst Lagerfeuer machen duerfen. Der Besitzer meinte klar und brachte uns so viel Holz, dass man haette die ganze Nacht heizen koennen. Er kam immer vorbei und schaute nach uns plus wollte uns immer was zu essen oder trinken bringen. Einfach herzlich…Ein paar Inder haben neben an im Garten Musik angemacht und Geburtstag gefeiert, also hatten wir Unterhaltung und ein Feuer vor der Haustuer :) Der Besitzer wollte gar nicht weg und erzaehlte und erzaehlte bis in die Nacht. Ich glaub die freuen sich auch, wenn viel Besuch da ist udn vor allem andere Leute

In Indien ist es verboten nach 22h laut Musik zu machen. Deshalb sind hier Kopfhoererparties so beliebt. Man geht in einen Club und bekommt fuer 300 Rs., ca. 4,50 euro Kopfhoerer aus denen alle die gleiche Musik hoeren und tanzen koennen. Keiner wird belaestigt und es kann trotzdem gefeiert werden. Sehr coool. Haben bisher nur eine solche Party mitgemacht und es war lustig. Im Nationalpark war 22h aber kein Problem, da gibt es ja noch nicht mal Polizei oder nur tagsueber :) )))

Wir werden noch einen Tag hier bleiben und fahren Freitag vom Chaudi-Bahnhof 1,5 std. nach Gokarna.

Also bis bald

Gruesse

Inna & Basti

Wir befinden uns immer noch in Palolem :)

  • January 17, 2012 06:54

Namaste treue Leser,

wir sind doch noch ein paar Tage laenger in Palolem geblieben und haben somit unseren Aufenthalt bis morgen, den 18.1 verlaengert. Dies scheint gar kein Problem zu sein, weil unsere Strandhuettenvermieter gar nicht beschied wussten, wann wir einzogen und wie lange wir bleiben wollten und ob wir schon bezahlt haben. Sie sind einfach zu gechillt….

Wir haben die letzten Tage damit verbracht, Volleyball zu spielen, mit dem Roller rumzufahren und neue Strandabschnitte zu sehen. Das Rollerfahren erweist sich langsam als eine Erkaeltungsquelle, weil man zwar den Wind beim Fahren geniesst, andererseits einem dann der Hals oder die Ohren weh tun. Es ist ja immer sehr heiss, aber der kalte Wind, ist trotzdem sehr tueckisch. Und obwohl es tagsueber warm und sogar heiss ist, ist es besonders die letzten Naechte kalt gewesen. Sogar Sehr kalt. Da wir aber in einer Strohhuette wohnen und sie weder Heizung, noch dicke Decken hat, frieren wir einwenig. Zudem kommt, dass wir NUR kaltes Wasser haben und wenn es dann noch abends kalt ist und man sich duschen moechte, erfriert man fast….Deswegen freue ich mich auf eine europaeische warme Dusche, die nicht ueber der Toilette haengt :)

Wir haben ja die Tage auch einen Nationalpark besichtigt, in dem angeblich Puma, Baeren, Koenigskobras, verschiedene Affenarten etc. zu sehen sind. Da wir aber nur Mittags da waren, konnten wir ausser Schmetterlingen und kleinen Eidechsen nicht viel sehen. Bei einem Mitagssnack haben wir eine Familie kennengelernt, die dort auch Huetten anbietet und man in der Daemmerung eher die Chance hat, Tiere zu beobachten. Also haben wir beschlossen, morgen dort fuer einen Tag zu uebernachten und mal frueh aufzustehen und dann vielleicht grosse Tiere zu sehen. Mal schauen,obs was wird.

Ebenfalls gibt es hier eine gruene Insel, die nur duch einen kurzen Schwimmabschnitt zu erreichen ist. Da wollten wir unbedingt hin, doch dann meinten die Einheimischen, dass dort Affeb leben, die ziemlich aggressiv sind und auch Menschen angreifen. Da haben wir es und anders ueberlegt und werden wohl bis morgen im Nationalpark auf Tiere warten.

Was mich am aller meisten freut ist, dass ich zum fruehstuecken Porridge entdeckt habe, dass genau so schmeckt wie Awsjanka von meiner Mutter. Das bestelle ich immer und habe hier einwenig Zuhause :) Sebastian hat hier ebenfalls ne Fastfood-bude gefunden, die zwar alles andere als fast das Essen macht, aber es schmeckt fast wie in Aachen.

Wir haben hier einen second-hand Buchladen und kaufen uns andauernd Buecher, weil hier nirgendwo deutsche Zeitschriften oder Aehnliches zu finden sind. Die Auswahl in Indien an deuschen Buechern ist ssehhrrrrr klein und meist haben wir die Buecher in 2 Tagen durch, dann verkaufen wir sie dort wieder und auf einmal ist der Preis ein anderer als vor 2 Tagen. Also muss ich mal wieder handeln, weil der Basti das nicht kann und immer zahlen wir noch drauf. Haetten wir bloss was von zu Hause mitgenommen, aber das Mitschleppen ist unstaendlich

Fortsetzung folgt……

Lg Inna & Basti